Parodontologie

Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat. Der Zahnhalteapparat besteht aus der Gingiva (Zahnfleisch), dem Wurzelzement, der Wurzelhaut, den kollagenen Fasern (Sharpeyschen Fasern) und dem Alveolarknochen (Kieferknochen).

Die Parodontologie dient der Prävention (Vorbeugung), Behandlung und Nachsorge von Zahnbetterkrankungen.

Häufigste Form einer Zahnbetterkrankung ist die Parodontitis. Hierbei bildet sich der Alveolarknochen zurück, die Zahnfleischtaschen vertiefen sich, die Zahnwurzel findet insgesamt weniger Halt, die Zähne werden locker.

Begünstigende Faktoren für die Entstehung einer Parodontitis ist das Vorhandensein von Plaque (Zahnbelag), genetischen Faktoren, systemischen Erkrankungen, Rauchen und Streßfaktoren.

Gingivitis ( Zahnfleischentzündung ), Parodontitis ( Zahnbetterkrankung )und Periimplantitis ( Knochenverlust um das Implantat ) werden durch den Dauerreiz des dentalen Biofilms ausgelöst. Ob allerdings eine Gewebezerstörung tatsächlich eintritt, wird durch die Gegenreaktion des Wirtsorganismus ( eigene Immunabwehr ) bestimmt. Für den Beginn und das Fortschreiten einer Parodontitis, wie auch des Knochenabbaus, sind hierbei wirtseigene Kollagenasen (   Enzyme, die Kollagen zerstören ) verantwortlich. Die für parodontopathogene Abbauprozesse wichtigste Kollagenase ist die Matrix-Metalloproteinase-8. Mit dem Test wird dieses gewebezerstörende Enzym gemessen . Der zuverlässige Test mit dem Biomarker ist geeignet, bereits frühzeitig eine Entzündung im Gewebe ( um den Zahn oder um ein Implantat ) festzustellen, bevor sichtbare Zeichen auftreten und das Gewebe zerstört wird. Mit dem Testergebnis kann die Erkrankung objektiver beurteilt , der weitere Verlauf der Therapie noch besser gesteuert und damit der drohenden Verlust von Implantaten und Zähnen vermieden werden.

Die Therapie erfolgt durch Instruktion und Anpassung der Mundhygienemittel sowie einer perfekten Entfernung aller harten und weichen Zahnbeläge (supra) oberhalb und (sub) unterhalb des Zahnfleisches, teilweise auch operativ mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffes. Im Allgemeinen werden diese Beläge schonend aus der Zahnfleischtasche entfernt. Operative, mikroskopische Behandlungen mit Lösen des Zahnfleisches sind häufig notwendig, um regenerative Maßnahmen (gesteuerte Geweberegeneration GTR und Regeneration mit Schmelz-Matrix-Proteinen) oder plastische Korrekturen (Deckung von langen Zahnhälsen) mit feinsten Nahtmaterialien durchzuführen.

Unser gemeinsames Ziel ist, Ihre eigenen Zähne lebenslang zu behalten, um Sicherheit, Selbstbewusstsein und Vitalität auszustrahlen.

 

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